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470er-WM - Krönung einer sensationellen Woche |
Matthias Schmid und Florian Reichstädter beweisen mit Platz 3 im Medal Race neuerlich ihre Weltklasse und schreiben mit dem 6. Gesamtrang heimische Segelgeschichte.
„Ein Wahnsinn!“ Peter Krimbachers Freude über das famos gesegelte Medal Race und den in Summe hervorragenden WM-Auftritt seiner Schützlinge kannte kaum Grenzen. Verständlich, denn der 6. Platz ist das beste WM-Ergebnis einer heimischen 470er Herren-Mannschaft überhaupt. „Sie haben sich während der ganzen Woche durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen lassen, das komplexe Windsystem vor Ort fast immer durchschaut und konnten in Punkto Bootsgeschwindigkeit bei allen Windverhältnissen mit den Schnellsten mithalten“; ist Krimbacher voll des Lobes. Auch OESV-Sportdirektor Georg Fundak war von der seglerischen Darbietung und vor allem der mentalen Stärke der beiden Wiener angetan. „Diese Weltmeisterschaft war von der ersten bis zur letzten Wettfahrt ein echter Nervenkitzel. Unter diesen Umständen nicht die Konzentration zu verlieren zeugt von Weltklasse.“
Für Schmid (28) und seinen um ein Jahr älteren Vorschoter Florian Reichstädter war es der bis dato größte Erfolg. Entsprechend euphorisch fällt die WM-Bilanz aus. „Der Wettfahrtssieg am ersten Tag hat für unglaublichen Rückenwind gesorgt. Unser neues Großsegel ist perfekt geschnitten und scheint jene Geheimwaffe zu sein nach der wir jahrelang gesucht haben. Der letztendlich problemlose Einzug ins Medal Race hat noch einmal alle Reserven frei gemacht, wir sind überglücklich“ so das Duo im Einklang. Nach zwei Wettfahrtsiegen, zwei zweiten und zwei dritten Plätzen sowie einer konstanten Serie mit lediglich einem Ergebnis jenseits der zwanzig trennen die Weltcup-Vierten elf Punkte vom Podest. „Wir haben in der Vergangenheit bereits angedeutet, dass wir sehr gut segeln können, jetzt haben wir die Bestätigung schwarz auf weiß“, jubelt Reichstädter, der neben der sportlichen Genugtuung auch den wirtschaftlichen Aspekt hervorhebt. „Dieses Ergebnis ist eine A-Kader-Leistung, was hinsichtlich der Fördermittel lebensnotwendig ist.“ Viel Zeit den Triumph auszukosten bleibt den beiden nicht, ab kommenden Donnerstag geht es um den nationalen Titel, eine Woche später steht die letzte Weltcup-Regatta vor Weymouth (GBR) auf dem Programm.
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