Das Risiko blieb unbelohnt.
In der dritten und gleichzeitig letzten Finalwettfahrt der Titelkämpfe kreuzte der Olympia-Zweite als Siebenter die Linie, wurde aber nachträglich wegen Frühstarts aus der Wertung genommen. „Um für eine Medaille überhaupt in Frage zu kommen, musste ich attackieren, ohne perfekten Start ist das unmöglich“, so Geritzer, der die weltmeisterlich besetzte Europameisterschaft auf Rang 10 beendete. „Den Top ten Europas anzugehören ist nicht selbstverständlich. Paul Goodison ist derzeit ein Thema für sich, aber die übrige Spitze ist sehr dicht. Ich bin nicht ganz mit der Platzierung zufrieden, aber jedenfalls mit der Leistung“, so der Neusiedler, der bei den extrem schwierigen Verhältnissen immerhin einen Tagessieg feiern konnte.
Der EM-Titel ging an den Briten Paul Goodison, mit über 20 Punkten Rückstand folgte der Spanier Javier Hernandez vor dem Zyprioten Pavlos Konfides. In der Junioren-Wertung setzte sich der Deutsche Philipp Buhl durch, bester Österreicher wurde Matthias Sailer auf Rang 64. Die Möglichkeit auf Revanche ergibt sich in knapp zwei Wochen – von 20.-26. August geht es vor Nova Scotia um die WM-Medaillen. Ändern wird sich in punkto Ausgangsposition laut Geritzer wenig. „An Goodison kommt derzeit keiner vorbei, um Silber und Bronze raufen sich ein gutes Dutzend Segler. Läuft alles perfekt, fahre ich ganz vorne mit, das gilt aber für meine unmittelbaren Konkurrenten ebenfalls.“ Nach ein paar Tagen Heimaturlaub hebt der 31-Jährige bereits am kommenden Samstag in Richtung Kanada ab