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Zwei Stockerlpläzte |
27.04.2009 |
Mit Silber – Nico Delle Karth & Niko Resch übernehmen damit die Weltcup-Führung - und Bronze durch Sylvia Vogl und Carolina Flatscher unterstreichen Österreichs Segel-Asse im Rahmen des Frankreich-Weltcup´s ihre Weltklasse.
Endlich traumhafte Segelbedingung und somit ein würdiger Abschluss des Frankreich-Weltcup´s, der mit den heutigen Medal Race - Entscheidungen nach sechs nervenaufreibenden Segeltagen beendet wurde. Für Österreichs Segel-Olympiateam gab es dank zweier Podestplätze wie bereits vor Palma und Miami ein Happy End.
Bei 4-5 Windstärken und einer hohen spitzen Welle erwischten Nico Delle Karth und sein Kärntner Partner einen hervorragenden Start. Von Platz zwei aus hielten die Olympia-Achten ihre unmittelbaren Gegner während der gesamten Wettfahrt souverän in Schach - ein vierter Rang reichte locker, um dem spanischen Brüderpaar Federico und Arturo Alonso Silber mit Erfolg streitig zu machen. „Die Art und Weise wie diese Woche abgelaufen ist, freut uns ungemein. Wir sind in 16 Wettfahrten nie schlechter als neunte gewesen, haben zwei Siege verbucht und die Vorgaben unseres Trainers penibel umgesetzt“, strahlte Niko Resch mit seinem Steuermann um die Wette. Konstanz ist das was Paul Brotherton von seinen Schützlingen sehen wollte, ein Auftrag der perfekt ausgeführt wurde. „Wir haben einiges für die Weltmeisterschaft ausprobiert, sowohl in Sachen Trimm, als auch wie wir mental an die Sache herangehen. Seit zwei Saisonen sind wir in der Weltspitze, hatten aber immer wieder kleine Aussetzer. Dieses Problem scheinen wir mittlerweile im Griff zu haben.“ In Miami gewonnen, Platz vier vor Palma und nun Zweite an der Cote d´Azur - eine imposante Serie, die auch die Führung im Weltcup-Ranking mit sich brachte. Zum einen ist der Erfolgsrun auf die ausgezeichnete Vorbereitung in Übersee, zum anderen auf die blendende Regie Brothertons (GBR), der zuletzt seine Landsfrauen in der Yngling-Klasse zu Olympia-Gold dirigierte, zurückzuführen. Der Vertrag mit dem Star-Trainer wurde vorerst bis Ende Juli fixiert, Ziel ist den Mann aus Manchester bis 2012 an den heimischen Verband zu binden. „Wir sind bei der Finanzierung seiner Tätigkeit auf Hilfe angewiesen und hoffen in Zusammenarbeit mit dem OESV auf weitere Unterstützung.“ Saisonziel der beiden Skiff-Asse sind die Weltmeisterschaften Mitte Juli auf dem Gardasee. „Silber haben wir schon, nun wollen wir den Anspruch auf Gold geltend machen.“
Nicht minder erfreulich die Leistung von Sylvia Vogl, die mit Vorschoterin Carolina Flatscher dank eines fulminanten Auftritt im abschließenden Medal Race tatsächlich noch den Sprung auf das Podest schaffte. „Wir haben heuer bei Starkwind kaum trainiert, umso erfreulicher war das sichere Handling“, jubelte das Duo, das den dritten Gesamtrang erst unmittelbar vor dem Ziel sicherstellen konnte. „Wir haben wie verrückt gearbeitet und das spanische Team buchstäblich nieder gefightet“, sprach die Tirolerin Flatscher von „einem packenden Duell auf Biegen und Brechen.“ Im Ziel zweite, konnten die Europameisterinnen nach dem Palma-Sieg auf „drei wirklich starke und extrem befriedigende Segelwochen zurückblicken“. Vogl, die zwischen den beiden Weltcup-Regatten am Hochsee Langstrecken-Klassiker Round Palagruza teilgenommen hatte, freut sich nun „auf ein paar Verschnauftage“, ehe die Vorbereitung in Sachen EM-Titelverteidigung beginnt. „Wir lassen den nächsten Weltcup in Holland bewusst aus, um uns in aller Ruhe und Konzentration auf das Heimspiel auf dem Traunsee (05.-14. Juni) vorzubereiten.“ Die Tatsache, aufgrund der Holland-Pause den zwischenzeitlich zweiten Platz im Weltcup-Ranking zu verlieren, nimmt das Duo in Kauf. „Die Europameisterschaft hat Vorrang, wir wollen unseren Titel mit Erfolg verteidigen.“
Georg Fundak, „die Art und Weise wie beide Teams mit dem Druck umgegangen sind und das sehr sichere Bootshandling war phänomenal“, fliegt heute Abend nach England um einen geeigneten Olympiastützpunkt für die heimische Flotte ausfindig zu machen. „Wir wollen in der Vorbereitung für London 2012 nichts dem Zufall überlassen und so rasch wie möglich vor Weymouth mit dem Testprogramm beginnen.“
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