Austrian Olympic Classes - Sailing Nationals 2010
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Jubel, Trubel & Heiterkeit

16.04.2009

Österreichs Olympiaflotte trumpft im Medal Race vor Palma groß auf, landet dank Sylvia Vogl und Carolina Flatscher einen Weltcup-Sieg und zeigt sich im Kollektiv von seiner besten Seite.

Das Medal Race der 470er Damen entwickelte sich zu einem echten Thriller. Zu Beginn lief alles zu Gunsten der Österreicherinnen, die sich mit einem tollen Start ein wenig absetzen konnten und als erste die Luvtonne rundeten. Hochgerechnet hatten Sylvia Vogl und Carolina Flatscher damit die Gesamtführung inne, denn Frankreichs Trumpf, Petitjean & Nadege folgte erst auf Rang sechs. Auf der zweiten Runde musste das heimische Duo vier Boote passieren lassen, doch auch die Weltranglisten-Zweiten aus Frankreich verloren an Boden. Bis ins Ziel änderte sich an der Position von Vogl & Flatscher nichts mehr. „Die Konkurrenz ist mit dem frischen Wind an uns vorbeigezogen, von da an wurde es ein schweißtreibender Tag. Nachdem sich die Französinnen aus dem Rennen gesegelt hatten, mussten wir auf die Spanierinnen achten, alles in allem war es sehr spannend und nervenaufreibend, gottlob mit dem besseren Ende für uns.“ Somit könnten die Olympia-Achten der spanischen Königsfamilie nach 2005 zum zweiten Mal die Hände schütteln. Flatscher verschob ihren Flug, Vogl, die morgen in Kroatien auf einer 42 Fuss langen Yacht das Hochseerennen Round Palagruza in Angriff nimmt, ist bereits auf dem Heimweg. „Natürlich ist das schade, aber ich kenne das Gefühl vor den König zu treten bereits und werde mich am Heimweg an diesen Gedanken erfreuen.“  

Mit dem 470er Triumph vor Palma feiern Österreichs Segler im dritten Weltcup der Saison bereits den zweiten Sieg.

Ihr fulminanter Start-Ziel Sieg bringt Nico Delle Karth und Niko Resch zwar keine Rangverbesserung mehr ein – die Miami-Sieger verpassen das Podest als Fünfte um lediglich zwei Punkte – der Auftritt im abschließenden Medal Race verdient aber das Prädikat weltklasse. Aggressiv beim Start, setzten sich die Österreicher dank kluger Taktik und überlegener Bootsgeschwindigkeit sofort vom Feld ab, rundeten als erstes Team die Luvtonne und bauten den Vorsprung bis ins Ziel kontinuierlich aus. Ein perfektes Rennen und der geniale Abschluss einer Woche, „mit der wir im Großen und Ganzen zufrieden sind. Zu Beginn waren wir mit den Gedanken zu sehr beim neuen Material und hatten ein wenig auf´s Segeln vergessen. Zwei Wettfahrtsiege und sieben einstellige Platzierungen beweisen aber, dass wir auch mit dem neuen Anzug ganz gut zu Recht kommen.“

Mit Rang acht im Medal Race verteidigte Laser-As Andreas Geritzer seinen achten Gesamtrang. Nach der langen Pause, der Neusiedler absolvierte seit den China-Spielen vor Palma seinen ersten Wettkampf, ein absolut zufrieden stellendes Comeback, dass bei dem Österreicher Lust auf noch mehr weckt. „Ich hatte die gesamte Serie über unglaublich viel Spaß und mich nicht von dem einen oder andere Ausrutscher verunsichern lassen. Meine Bootsgeschwindigkeit ist ausgezeichnet, an der fehlenden Praxis wird jetzt gearbeitet.“ Auf den kommenden Weltcup vor Hyeres verzichtet Geritzer, „ein intensives Trainingslager bringt mir im Moment einfach mehr, ich konzentriere mich voll und ganz auf die Welt- und Europameisterschaft.“

Matthias Schmid und Florian Reichstädter, die als zwölfte die 470er Entscheidung der Top ten hauchdünn verpasst haben, und Florian Raudaschl in der Finn-Klasse auf dem guten 14. Rang, rundeten das ausgezeichnete Weltcup-Ergebnis vor Palma ab.
Die Pause für die olympischen Segler ist nur von kurzer Dauer, ab 18. April werden vor Hyeres neuerlich Weltcup-Punkte vergeben.



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