Austrian Olympic Classes - Sailing Nationals 2010
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Vogl & Flatscher souverän

08.04.2009

Österreichs Damen übernehmen vor Palma die Führungsrolle, die OESV-Herren stehen um nicht viel nach. Andreas Geritzer segelt einen Tagessieg nach Hause, Delle Karth und Resch sind dreimal Top.

Sylvia Vogl und Carolina Flatscher segeln beim Weltcup vor Palma weiterhin in Bestform – mit einem Tagessieg und Rang drei übernehmen die regierenden Europameisterinnen, die ihren Titel heuer Anfang Juni vor Gmunden verteidigen dürfen, die Gesamtführung der 40. Auflage der Trofeo S.A.R. Princesa Sofia. In beiden Leichtwettfahrten glänzten die 35-jährige Steuerfrau und ihre Tiroler Vorschoterin durch nahezu perfekter Bootsgeschwindigkeit und einer klugen Taktik. „Wir haben viel gearbeitet und um jeden Meter beinhart gekämpft, kaum Fehler gemacht und sind klarerweise rundum zufrieden.“ Bestätigt fühlt sich Vogl auch in der Einschätzung der Weltranglisten-Zweiten, Ingrid Petijean und Nadège Douroux. „Ich habe bereits vor der ersten Wettfahrt gesagt, dass sie die Topfavoritin ist. Ein fünf Punkte Polster kann innerhalb einer Kreuz weg sein.“

Deutlich verbessert und ungemein kompakt präsentierten sich heute auch Nico Delle Karth und Niko Resch. Die Olympia-Achten verbesserten sich dank der Plätze zwei, drei und vier im Zwischenklassements deutlich und waren entsprechend happy: „Wir haben die zweite Wettfahrt aufgrund eines Defekts noch aus der Hand geben müssen und sind in der dritten schlecht gestartet. In Summe wäre noch mehr möglich gewesen, aber der Tag und vor allem das Bewusstsein das noch mehr geht, stimmt uns sehr, sehr positiv.“
Da die Flotte in Gruppen geteilt segelt und noch nicht alle Rennen ausgewertet sind, ist mit einem offiziellen Zwischenklassement nicht vor 20:00 Uhr zu rechnen. Nach fünf Wettfahrten liegen Delle Karth & Resch auf Rang vier.

Florian Raudaschl verteidigte mit den Rängen 17 und elf Platz neun in der Finn-Klasse, zeigte sich aber nicht ganz zufrieden. „Die Starts waren zu konservativ, in Durchgang eins war ich mit meinem Leichwindsegeln bei dem auffrischenden Wind (15 Knoten) überpowert.“ Nach wie vor unter den Top ten, kann sich die konstante Serie des Wolfgangseer aber durchaus sehen lassen, in Führung: der Olympiasieger von Athen und Weltmeister 2007, Rafa Trujillo Villar (ESP). Auf der Laserbahn griff Andreas Geritzer mit Rang 38 zunächst ordentlich in den Punktetopf, das Problem: ein übersehener Rechtsdreher. „Das wird hoffentlich mein Streicher werden“, hakte der Neusiedler das Rennen rasch ab und segelte in der darauf folgenden Wettfahrt eine „perfekte Runde. Gut gestartet, sehr schnell, taktisch fehlerlos – wie aus dem Lehrbuch“, strahlte Coach Jürgen Brandstötter übers gesamte Gesicht.“ Seinen Sieg beschrieb Geritzer als „Frustbewältigung. Das perverse war, dass ich in der ersten Wettfahrt nicht langsam war, aber sehr riskant und in Summe einfach saublöd gesegelt bin. Das sind die Punkte die dir am Schluss abgehen“, so der Olympia-Zweite, der im insgesamt vierten Durchgang „ganz locker war und alles richtig gemacht hat. Abgerechnet wird am Schluss, für mich ist wichtig, dass ich Spaß habe, der Rest kommt von selber.“


Matthias Schmid und Florian Reichstädter streiften heute zwei 12. Plätze ein und sprachen anschließend von einem „Okay-Tag“. In der ersten Wettfahrt war der Start viel zu verhalten und es wurde gerettet was noch zu retten war, in der zweiten klagte das Duo über leichte Geschwindigkeitsprobleme. „Wir segeln sehr diszipliniert, riskieren nicht viel, vielleicht müssen wir uns mehr trauen. Ohne Frühstart-Disqualifikation wären wir absolut dabei, so müssen wir auf den Streicher und keinen zweiten Umfaller hoffen.“



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